Südostküste Kretas per Kajak von Lentas nach Sitia 2002

(c) Michael E. und Stefan H.

In einer kalten Münchner Sylvesternacht,  zwei Jahre nach unserer Reise an der Südwestküste hatte es uns wieder gepackt und die Entscheidung stand: wir fahren wieder hin! Leider konnten wir die Fluggesellschaft Aerolloyd nicht mehr überreden, Yam-Yam, mein über 5 Meter langes Seekajak mitzunehmen. Stefans bewährter Yukons-Expedition von Prijon mit seinen 4.40 Metern wäre kein Problem gewesen. Da sich auch keine andere Linie bereiterklärte kaufte ich schließlich ein handlicheres Reiseboot: Einen Greenlander 520 Expedition der Firma Nautiraid, ein seetaugliches Faltboot mit Alugerippe.

Reisepraktisches

Wir flogen schließlich mit Condor, die Boote gingen als Sportgepäck für je 80 € extra (Hin und Zurück) mit. Die Flugzeiten verschoben sich kurzfristig und wir kamen erst bei Dunkelheit in Heraklion an. Unser Ziel lag etwa 70 km entfern auf quer über die Insel: der kleine Ort Lentasm wo wir unsere Reise 2000 beendet hatten. Nach einigem Verhandeln mit der örtlichen Taxifahrergilde fand sich schließlich einer bereit gegen etwas Aufpreis einen Dachgepäckträger zu holen und uns beiden samt Booten quer über die Insel zu karren.

Nach einer zweistündigen Kurvenfahrt über immer engere Dofsrtaßen lud uns der Fahrer gegen Mitternacht an einem einsamen Strand ab. Er war nicht besonders verwundert über seine Passgiere und auch der Wirt der Strandpizzeria meinte nur lapidar "you are late" brachte uns noch eine Karaffe Wein und ein paar griechische Vorspeisen. Jamas!

Am nächsten morgen war der Strand gar nicht so leer, wie er nachts noch gewirkt hatte. Hinter den Büschen und Felsen lagerten einige Dauercamper. Ich machte den Greenlander seeklar während Stefan noch schlief. Es dauert doch jedesmal fast eine Stunde, bis die Haut faltenfrei sitzt, die zusätzlichen Schwimmkörper in den Spitzen untergebracht sind, bis die Steueranlage und alle Riemchen perfekt sitzen.


 

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